Solarliga - Starnberg bei Solarstrom nur im Mittelfeld Drucken E-Mail
Solarliga Landkreis Starnberg:

Stadt Starnberg bei „Strom von der Sonne“ nur im Mittelfeld

Die Erneuerbaren Energien im Strombereich haben sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt, ihr Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland beträgt bereits 15 Prozent. Aber wie sieht es damit in Starnberg aus? Dieser Frage ist der STAgenda Arbeitskreis Energie und Klimaschutz durch Sichtung des für 2008 zur Verfügung stehenden Datenmaterials nachgegangen. Es ergab sich folgendes Bild:

Die Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien erfolgt in der Stadt Starnberg ausschließlich mit Photovoltaik, d.h. mit Solaranlagen auf Dächern. Der Anteil des ins Netz eingespeisten Solarstroms beträgt dabei gerade mal 1 Prozent des gesamten Starnberger Stromverbrauchs und liegt damit deutlich unter dem bundesweiten Anteil von 15 Prozent.

Um festzustellen, welche der 14 Kommunen im Landkreis Starnberg beim Solarstrom die Nase vorn hat, wurde vom Arbeitskreis Energie und Klimaschutz ein Vergleich der installierten PV-Leistung pro Einwohner durchgeführt. Hier rangiert die Stadt Starnberg mit 52,7 Watt pro Einwohner im Mittelfeld auf Platz 8, weit abgeschlagen vom Spitzenreiter Seefeld mit 910,6 Watt pro Einwohner. Dieser enorme Vorsprung der Gemeinde Seefeld lässt sich von der bislang einzigen großen PV-Freiflächenanlage (Gut Tiefenbrunn), die im Landkreis realisiert wurde, ableiten. Seefeld ist die einzige Kommune, die mit einem Pro-Kopf-Wert im dreistelligen Bereich aufwarten kann. Platz 2 belegt Weßling mit immer noch bemerkenswerten 90,5 Watt/Einwohner.  

Aufgrund der Solarbundesliga, die jährlich von der Zeitschrift Solarthemen durchgeführt wird, ist belegt, dass gerade in kleineren, mehr ländlichen Kommunen die Voraussetzungen für die Erzeugung von Solarstrom wesentlich günstiger sein können als in Klein-, Mittel- und Großstädten. Aber auch in der Kategorie der Mittelstädte, die der Größe der Stadt Starnberg entsprechen, werden von der Solarbundesliga dreistellige Pro-Kopf-Werte ausgewiesen. Platz 1 belegte Leutkirch im Allgäu mit einer installierten PV-Leistung von 349,8 Watt pro Einwohner, also deutlich mehr als die Stadt Starnberg vorweisen kann.

Die Vergleiche zeigen, dass man sich in Starnberg noch lange nicht auf Lorbeeren ausruhen sollte. Ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien im bisherigen Tempo lässt eine echte Energiewende in weite Ferne abgleiten. Dabei sind die Bedingungen derzeit äußerst günstig für diejenigen, die bis Ende des Jahres noch eine Solaranlage zur Erzeugung von Strom installieren und ans Netz anschließen wollen. Die Preise für Solarpaneele haben deutlich nachgegeben und der Gesetzgeber garantiert für 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung. Obwohl derzeit Renditen von mehr als 6 Prozent erzielbar sind, scheint das in Starnberg noch nicht angekommen zu sein. Auch der STAgenda Arbeitskreis Energie und Klimaschutz ist davon überzeugt, dass Solarstromerzeugung  in mehrfacher Hinsicht lohnend sein kann, für die Energieunabhängigkeit, für den Klimaschutz, für die regionale Wertschöpfung und als langfristig sichere Rendite.

Der Arbeitskreis Energie und Klimaschutz der STAgenda setzt sich ein für die drei E: Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. 

Download: Tabelle Solarliga

Für Rückfragen: Karin Wurzbacher, STAgenda Arbeitskreis Energie und Klimaschutz
                           (08151-16261, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )